| Veranstaltung: | Mitgliedervoll- und Wahlversammlung am 7. November 2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2.2. Delegierte für die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK): zwei Frauen- und ein offener Platz, drei Vertretungsplätze |
| Antragsteller*in: | Tobias Meilicke |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 31.10.2026, 11:08 |
Tobias Meilicke
Selbstvorstellung
Liebe Grüne,
mein Name ist Tobias, ich bin 40 Jahre alt, gebürtiger Ostberliner aus Köpenick, studierter Politologe, Islamwissenschaftler und Soziologe. Beruflich wie privat engagiere ich mich seit mehr als zwölf Jahren im Bereich der Extremismusprävention, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit sowie der Demokratieförderung. In unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Funktionen durfte ich bundesweit und teilweise auch auf europäischer Ebene in verschiedenen Phänomenbereichen tätig sein.
Der Schutz unserer Demokratie, unserer Freiheitsrechte, vielfältiger Lebensentwürfe und unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist für mich dabei stets handlungsleitend gewesen. Gleichzeitig war es mir immer wichtig, insbesondere junge Menschen zu verstehen, sie zu begleiten und dabei zu unterstützen, ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen sich nicht von unserer Demokratie und ihren Institutionen abwenden, sondern erleben, dass sie Einfluss nehmen und Zukunft gestalten können.
Ein zentraler Gedanke meiner Arbeit lautet: Menschen müssen Verantwortung übernehmen können und dürfen. Denn nur wer Verantwortung erhält und wahrnimmt, erlebt sich als selbstwirksam und entwickelt Zuversicht, Teil einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung zu sein. Diese Überzeugung prägt nicht nur meine berufliche Arbeit, sondern auch mein politisches Engagement.
Deshalb möchte ich nun Verantwortung in unserer Partei übernehmen und bewerbe mich als Delegierter unseres Kreisverbandes für die Landesdelegiertenkonferenz und die Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen.
Die LDK und die BDK sind die zentralen Gremien unserer Partei. Hier werden programmatische Weichen gestellt, Anträge beraten und beschlossen, Vorstände gewählt und politische Positionen für die kommenden Jahre entwickelt. Delegierte tragen dabei eine besondere Verantwortung: Sie vertreten die Perspektiven ihrer Kreisverbände, bringen regionale Erfahrungen in die Debatten ein und wirken an Entscheidungen mit, die die Zukunft unserer Partei auf Landes- und Bundesebene prägen.
Diese Aufgabe möchte ich mit großer Sorgfalt und Verantwortungsbereitschaft wahrnehmen. Mir ist wichtig, die Anliegen unseres Kreisverbandes in die Diskussionen einzubringen, unterschiedliche Positionen abzuwägen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Delegierte sind für mich nicht nur Abstimmende, sondern auch Vermittlerinnen und Vermittler zwischen Parteibasis und Parteiführung, zwischen verschiedenen Perspektiven und politischen Ebenen.
Dabei ist mir bewusst, dass viele von euch dieses Vertrauen durch jahrelanges Engagement bereits verdient haben. Ich möchte deshalb ausdrücklich meinen Respekt und meinen Dank an all jene richten, die seit vielen Jahren mit großem Einsatz und Herzblut für grüne Politik kämpfen, sei es im Kreisverband, im Bezirk, auf Landesebene, im Bund oder in Europa. Dieses Engagement verdient große Anerkennung.
Ich selbst konnte mich in der Vergangenheit, auch aus beruflichen und zeitlichen Gründen, nicht immer in gleichem Umfang in die Parteiarbeit einbringen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich Verantwortung nur dann übernehmen möchte, wenn ich ihr auch mit vollem Einsatz gerecht werden kann. Heute kann und möchte ich dieses Engagement leisten und euch deshalb mein Angebot machen, mich mit eurem Vertrauen als Delegierten auszustatten.
Was ihr mit mir bekommt, ist jemand mit Ecken und Kanten, der gelernt hat zu kämpfen und diesen Einsatz nun für unsere gemeinsamen grünen Ziele einbringen möchte. Jemand, der zuhören kann, der Debatten schätzt und um gute Argumente ringt, der aber zugleich bereit ist, Haltung zu zeigen und Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen.
Ihr bekommt außerdem jemanden, der politische Prozesse seit vielen Jahren aus einer anderen Perspektive begleiten und mitgestalten durfte. In meiner Arbeit habe ich gelernt, dass nachhaltige politische Veränderungen selten durch die lautesten Stimmen entstehen. Oft sind es die respektvollen Gespräche, die belastbaren Beziehungen und das geduldige Ringen um gemeinsame Lösungen, die langfristig Wirkung entfalten.
Vor allem aber bekommt ihr jemanden, der fest davon überzeugt ist, dass Menschen im Kern das Gute suchen und dass Hoffnung eine politische Kraft ist. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung, demokratiefeindlicher Tendenzen und großer globaler Herausforderungen bin ich nicht bereit, die Hoffnung auf eine bessere, gerechtere und nachhaltigere Zukunft aufzugeben.
Lasst uns gemeinsam daran arbeiten.
Ich bitte euch daher um euer Vertrauen und eure Unterstützung für meine Kandidatur als Delegierter für die Landesdelegiertenkonferenz und die Bundesdelegiertenkonferenz.
Mit grünen Grüßen
Tobias